Die Krankenkasse hat darin Daten von rund 1,7 Millionen Patienten mit einer Seitenzahnfüllung aus dem Jahr 2023 untersucht. Die niedrigsten Amalgam-Anteile bei der Inanspruchnahme von Seitenzahnfüllungen gab es im Jahr 2023 laut Barmer mit 1,2 Prozent in Baden-Württemberg. Ebenfalls niedrige Werte weisen Bayern (1,3 Prozent) und Hessen (1,9 Prozent) aus. Spitzenreiter bei Amalgam-Füllungen ist Mecklenburg-Vorpommern mit 11,2 Prozent, gefolgt von Sachsen (8,7 Prozent) und Brandenburg (8,3 Prozent). Insgesamt bekamen laut dem Report im Jahr 2023 3,5 Prozent der Patienten in ihren Seitenzähnen eine Amalgam-Füllung. Im Jahr 2021 lag dieser Wert noch bei 4,6 Prozent. Damit sind die entsprechenden Füllungen in dem Zeitraum um rund 25 Prozent zurückgegangen.
Starkes Ost-West-Gefälle bei Amalgam-Füllungen
Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur
In deutschen Zahnarztpraxen besteht beim Einsatz von Zahnfüllungen mit Amalgam ein ausgeprägtes Ost-West-Gefälle. Zu diesem Ergebnis kommt die Krankenkasse Barmer in ihrem sogenannten Zahnreport, über den die "Welt" (Freitagausgabe) berichtet. Die Krankenkasse beleuchtete den bundesweiten Einsatz von Amalgam vor dem Hintergrund des EU-weiten Verbots von Amalgam-Füllungen ab dem 1. Januar 2025.
"Jede elfte Person in Mecklenburg-Vorpommern erhält bei schadhaften Zähnen eine Amalgam-Füllung, in Baden-Württemberg hingegen nur jede 97. Person", heißt es in der Studie der Barmer.
