Afghanistan-U-Ausschuss fordert strukturelle Korrekturen

    Abschlussbericht des Afghanistan-Untersuchungsausschuss am 18.02.2025 / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Der Afghanistan-Untersuchungsausschuss fordert als Lehren aus dem Abzug der Bundeswehr aus dem zentralasiatischen Land strukturelle Korrekturen. Der Abzug sei "geordnet" erfolgt, es habe aber Unklarheiten zwischen den Behörden gegeben, gerade auch beim Ortskräfteverfahren, sagte der Ausschussvorsitzende Ralf Stegner (SPD) am Dienstag bei der Vorstellung des Abschlussberichts in Berlin. Es brauche als Konsequenz nun eine Verbesserung der nachrichtendienstlichen Arbeiten, fügte der SPD-Politiker hinzu. Die Erkenntnisse des Bundesnachrichtendiensts (BND) reichten "nicht immer aus". Zudem brauche es eine "Überwindung des Ressortdenkens", so Stegner. Weiter forderte der Ausschussvorsitzende für zukünftige Einsätze "Vorbereitungen für den Notfall".

    Man dürfe sich nicht auf die optimistischsten Szenarien verlassen, sagte der SPD-Politiker. Der im Juli 2022 eingesetzte Untersuchungsausschuss sollte die Umstände des Bundeswehr-Abzugs und der militärischen Evakuierungsaktion aus Kabul im August 2021 aufklären. Damals hatten die terroristischen Taliban nach dem Abzug der internationalen Truppen überraschend schnell die Hauptstadt eingenommen. Der Untersuchungsausschuss vernahm dazu etliche Zeugen, darunter Altbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihren Nachfolger Olaf Scholz (SPD).

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1