Forsa-Chef über Kanzlerkandidatur der Grünen: "Eher lächerlich"

    Annalena Baerbock und Robert Habeck (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Forsa-Chef Manfred Güllner hält Ambitionen der Grünen auf das Kanzleramt derzeit für wenig realistisch. "Die Grünen waren vor der letzten Bundestagswahl auf dem Weg, Wähler aus der politischen und gesellschaftlichen Mitte zu gewinnen", sagte Güllner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Heute aber seien sie zurückgeworfen auf ihre Kernklientel - die oberen Bildungs- und Einkommensschichten, vor allem in den westdeutschen urbanen Metropolen. "Daran ist auch Habeck schuld", meint Güllner.

    "Ich sehe nicht, wie er Leute aus anderen Wählerschichten bis zur Bundestagwahl zurückholen kann." Nach Annalena Baerbocks Verzicht gilt der Vizekanzler als gesetzt für eine mögliche Kanzlerkandidatur der Grünen. Doch der Chef des Umfrageinstituts zweifelt, ob die Partei überhaupt erneut ins Rennen um das Kanzleramt einsteigen sollte. "Jetzt von Kanzlerkandidaten zu sprechen, das dürften die Menschen eher lächerlich finden", sagte er vor dem Hintergrund der schlechten Umfragewerte. "Man kann einen Spitzenkandidaten aufstellen, der dann, wenn sich die Chance bieten sollte, immer noch Kanzler werden könnte." Diese Chance sei aus heutiger Sicht aber kaum gegeben. "Die Wähler schütteln deshalb eher den Kopf über einen Kanzlerkandidaten Habeck."

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1