Gaza: Israels Ex-Premier hofft auf Stoppsignal Trumps

    Israelische Fahne in einem Kibbuz (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Israels ehemaliger Ministerpräsident Ehud Olmert hofft darauf, dass US-Präsident Donald Trump deutlichere Schritte gegenüber Israel ergreifen und seine Erwartungen unmissverständlich formulieren werde. "Ich hoffe, dass Trump bald die Geduld mit Netanjahu verliert", sagte er dem "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe). Der US-Präsident besäße die Macht, den israelischen Ministerpräsidenten zum Einlenken zu bringen. "Er sollte ihn noch einmal nach Washington zitieren und ihm klar und deutlich sagen: `Bibi, es langt. Hör sofort auf damit`", sagte der ehemalige Regierungschef. Nach den umfassenden israelischen Erfolgen gegen die Hamas-Führung und strategische Infrastruktur noch zu sagen, dass vom Gazastreifen eine Gefahr für die Existenz des Staates Israel ausgehe, sei "Unsinn".

    Die Mehrheit der israelischen Bevölkerung trage den Krieg nicht mehr mit. "Der Krieg dient nur noch den politischen Bedürfnissen von Ministerpräsident Netanjahu", sagte Olmert. "Das Vorgehen Israels in Gaza ist zu einem politischen Privatkrieg geworden." Das sei "ein Verbrechen".

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