Kretschmer kritisiert Wagenknecht

    Wahlplakate von CDU und BSW zur Landtagswahl in Sachsen (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Einmischung von BSW-Chefin Sahra Wagenknecht in die Koalitionsdebatten im Osten scharf kritisiert. "Das ist unfassbar, Politiker sind doch zuerst mal ihren Wählern verpflichtet", sagte er dem "Spiegel". Das Politbüro in Berlin mache Ansagen, was vor Ort zu geschehen habe - "nein danke, das braucht keiner". Kretschmer bezieht sich unter anderem auf Wagenknechts Aussage, das Bündnis Sahra Wagenknecht werde sich nur an einer Landesregierung beteiligen, die eine Stationierung von US-Raketen in Deutschland klar ablehne. Der sächsische Ministerpräsident kritisiert außerdem den von Wagenknecht vorgeschlagenen Deal, wonach das BSW ihn in Sachsen zum Ministerpräsidenten wählen könnte, wenn die CDU in Thüringen eine Ministerpräsidentin des BSW mittrage.

    "Auf so eine Idee muss man erst mal kommen. Damit nimmt sie den Verantwortlichen vor Ort ihre Autorität und ihr Gesicht", so Kretschmer. "Keiner will in Sachsen hören, dass er etwas machen soll, weil in Thüringen irgendwas passiert." Kretschmer sagte, er sei über die Jahre zu dem Schluss gekommen, dass Wagenknecht "ein Talent hat, Dinge zu zerstören". Eine Koalition mit dem BSW schloss Kretschmer dennoch nicht aus - er wollte sich auf mehrfache Nachfrage nicht dazu äußern.

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1