Missbrauchsbeauftragte fordert von evangelischer Kirche Konsequenzen

    Rednerpult im Bundeskanzleramt (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, hat die evangelische Kirche aufgefordert, Konsequenzen aus der Studie zu massenhafter sexualisierter Gewalt in der Kirche zu ziehen. "Es ist deutlich geworden, dass es in der evangelischen Kirche mehr noch als in der katholischen Kirche oder etwa im Sport an Strukturen mangelt, um die sexuelle Gewalt aufzuarbeiten", sagte sie den Partnerzeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft" (Freitagausgaben). Außerdem sei die Frage nach Entschädigungen nicht ausreichend beantwortet. "Es darf nicht sein, dass Betroffene selbst Beträge nennen und die Entschädigungen aushandeln sollen. Das muss im landeskirchlichen Kontext geschehen", so Claus. Die evanglische Kirche habe sich viel zu lange Zeit mit der Aufarbeitung gelassen.

    "Dass es so lange gedauert hat, ist vor allem für die Betroffenen bitter." Im Vergleich zur katholischen Kirche habe man durch das lange Warten acht Jahre verloren, sagte Claus weiter. "Umso mehr stehen die Landeskirchen und die Landesverbände der Diakonie in der Verantwortung, jetzt die richtigen Schritte zu unternehmen."

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1