Roth erwartet Fortschritte bei Aufarbeitung von Kolonialverbrechen

    Claudia Roth (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Das Bundesarchiv in Koblenz hat ein Pilotprojekt mit einer neuen KI-Handschriftenerkennung gestartet, die die Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen verbessern soll. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet, kann die eigens geschulte Künstliche Intelligenz künftig rund 10.000 Akten des historischen Reichskolonialamtes durchsuchen. Das umfangreiche Material liegt zu großen Teilen in Sütterlin-Handschrift vor, was einer systematischen Erforschung bisher im Wege stand. Die Ampel-Regierung in Berlin hatte sich in ihrem Koalitionsvertrag auf größere Anstrengungen bei der Aufarbeitung der Kolonialgeschichte geeinigt. "Zu lange waren die Verbrechen der deutschen Kolonialzeit ein blinder Fleck in unserer Erinnerungskultur", sagte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) der NOZ. "Ich bin dem Bundesarchiv deshalb dankbar, dass es mithilfe speziell dafür entwickelter KI-Technologie dabei hilft, das Wissen über dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte zu stärken." Der Präsident des Bundesarchivs, Michael Hollmann, sagte der Zeitung: "Digitale Schlüsseltechnologien bieten auch Archiven ganz neue Möglichkeiten."

    Mit der neuen Sütterlin-KI "bauen wir Verständnishürden ab, schaffen Verbindungen zwischen Dokumenten und machen so Wissen besser zugänglich", so Hollmann.

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1