SPD und Grüne weisen Merz-Ultimatum zu Migration zurück

    Flüchtlinge vor einem Grenzzaun (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Grünen-Chef Omid Nouripour hat das von CDU-Chef Friedrich Merz gestellte Ultimatum zur Migrationspolitik zurückgewiesen. "Der Wesenskern der Demokratie sind Kompromisse", sagte Nouripour den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben). Deshalb würden Ultimaten in der Debatte nicht weiterhelfen, gerade bei einem so wichtigen Thema wie der Migration. "Das ist unseriös", kritisierte der Grünen-Chef, sagte aber auch: "Die Türen stehen weiterhin offen für ernsthafte Gespräche, wenn die Union ernsthaft sprechen will." Die SPD wirft derweil Merz vor, an Lösungen nicht interessiert zu sein.

    Fraktionsvize Dirk Wiese sagte der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe): "Die andauernden öffentlichen Fristsetzungen von Friedrich Merz sind der gemeinsamen Sache nicht dienlich." Die Gespräche mit der Opposition und den Landesregierungen seien bisher "in hohem Maße konstruktiv" gewesen, ergänzte Wiese. "Hier lohnt es sich, intensiv dranzubleiben, denn die Bürgerinnen und Bürger erwarten parteiübergreifende Lösungen." Ziel sei es, "praktikable und rechtssichere" Regelungen zu finden, so der Fraktionsvize. CDU-Chef Merz hatte zuvor gesagt, die Bundesregierung müsse sich bis zum kommenden Dienstag auf die Forderungen der Union nach Zurückweisungen von Migranten an der Grenze einlassen. Ohne das würden weitere Gespräche zwischen der Ampel und der Union zu diesem Thema keinen Sinn ergeben.

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1