Stoltenberg: Nato hatte zahlreiche russische Spione im Hauptquartier

    Jens Stoltenberg (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Wegen Spionagetätigkeit hat die Nato in den vergangenen Monaten verdächtiges russisches Personal aus dem eigenen Hauptquartier in Brüssel entfernt. "Wir haben russisches Personal aus dem Nato-Hauptquartier ausgewiesen", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg der "Bild" (Samstagausgaben). "Wir haben nämlich festgestellt, dass sie Aktivitäten durchführten, die eigentlich keine diplomatische Arbeit waren, sondern Geheimdienstarbeit." "Die Nato-Verbündeten haben ähnliche Dinge getan. Dies ist ein Problem, das unter den Nato-Verbündeten angesprochen wird."

    Weiter sagte Stoltenberg, dass die Bündnismitglieder diese Entwicklung sehr genau verfolgten. "Und wir ergreifen auch einige Maßnahmen, um es den russischen Geheimdiensten zu erschweren, illegale Aktivitäten zwischen oder innerhalb der Nato-Verbündeten durchzuführen." Skeptisch äußerte sich Stoltenberg in Bezug auf eine EU-Armee. Zu "Bild" sagte er: "Die EU ist nicht dazu da, Europa zu verteidigen. Die Nato ist dazu da, Europa zu verteidigen." Stoltenberg sieht die Nato als den "Eckpfeiler für die europäische Sicherheit" und setzt auf Verteidigung und Prävention. "Der Zweck der Nato ist es nicht, einen Krieg zu führen. Der Zweck der Nato ist es, Kriege zu verhindern." Der Sinn der Nato sei es, "Europa und Nordamerika miteinander zu verbinden." Stoltenberg deutlich: "Ich glaube nicht an Nordamerika allein, ich glaube nicht an Europa allein. Ich glaube an Nordamerika und Europa zusammen. Denn zusammen sind wir 50 Prozent der militärischen Macht der Welt, 50 Prozent der wirtschaftlichen Macht der Welt. Sobald wir also zusammenstehen, sind wir sicher."

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1