Strack-Zimmermann verlangt mehr Führung von Deutschland in der EU

    Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Die designierte EU-Spitzenkandidatin der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, hat die Bundesregierung aufgefordert, in der Europäischen Union stärker eigene Interessen zu vertreten. Es sei "verantwortungslos", wenn Deutschland nicht Stellung beziehe und "Entscheidungen einfach laufen" lasse, sagte sie dem "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe). "Deutschland muss den Mut haben, zu führen." Das bedeute nicht, rücksichtslos zu agieren.

    "Zu führen bedeutet ja nicht, auf die Partner nicht zu hören, sondern im Gegenteil, sie von Sichtweisen zu überzeugen. Führen bedeutet, dass man einen Weg vorgibt", sagte die Verteidigungspolitikerin. Deutschland müsse seine Rolle in der Welt selbstbewusster vortragen. Es sei eine Lehre der Geschichte gewesen, "außenpolitisch nicht unangenehm aufzufallen", sagte sie. Doch die Zeiten hätten sich geändert. "Wir dürfen auch selbstbewusst sein. Wir sind die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Wir sind eine Exportnation. Wir müssen uns nicht verstecken und dürfen auch Interessen haben, die es zu artikulieren gilt", so Strack-Zimmermann. Sie forderte zudem einen EU-Kommissar für Sicherheit und Verteidigung. Es sei "klug", wenn es "in der Kommission in der nächsten Wahlperiode auch einen Kommissar für Sicherheit und Verteidigung gäbe, welcher die sicherheitspolitischen Belange Europas ausschließlich im Blick hat", sagte die FPD-Politikerin.

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1