Völkerrechtler: Keine Grundlage für russischen Einriff in Moldau

    Fahne von Russland (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Experten sehen keinerlei völkerrechtliche Grundlage für einen russischen "Schutz" der abtrünnigen Provinz Transnistrien. "Transnistrien ist Teil der Republik Moldau. Punkt. Das ist völkerrechtlich völlig klar", sagte der Heidelberger Völkerrechtler Matthias Hartwig der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). "Russland vertritt den Standpunkt, das Recht zu haben, die russischsprachige Bevölkerung zu schützen, wenn sie in Gefahr gerät. Das aber ist völkerrechtlich durch nichts abgesichert", erläuterte der Professor am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Der Berliner Völkerrechtler Helmut Aust konstatierte zudem, es gebe "keine Befugnis der selbst ernannten Machthaber in Transnistrien, um Schutz durch Russland nachzusuchen. Eine solche Einladungsbefugnis steht nur der Regierung der Republik Moldau zu." Separatisten in Transnistrien hatten zuletzt Russland um "Schutz" vor Moldaus Regierung gebeten.

    Das weckt Erinnerungen an Moskaus völkerrechtswidriges Vorgehen in der Ukraine. Auch dort hatte man versucht, mit einem Schutzersuchen von Separatisten im Donbass den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu rechtfertigen.

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1