VdK spricht sich gegen Mindestlohn für Behindertenwerkstätten aus

    Behinderten-Parkplatz (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    Verena Bentele, Präsidentin des größten deutschen Sozialverbands VdK, hält den Mindestlohn für Menschen, die in Behindertenwerkstätten arbeiten, nicht für die richtige politische Forderung. "Die Menschen, die dieses System nicht benötigen, sollten nicht den Mindestlohn in der Werkstatt erhalten, sondern in den ersten Arbeitsmarkt wechseln", sagte sie dem "Spiegel". Zuvor hatte Linkenchef Jan van Aken für den Mindestlohn auch in den Werkstätten plädiert. Bentele wies darauf hin, dass diese ein besonderes, "arbeitnehmerähnliches Beschäftigungsverhältnis" anböten, dessen Ziel die "Teilhabe am Arbeitsleben" sei.

    Sie würden einen geschützten Raum auch für Menschen mit sehr schweren Beeinträchtigungen bieten. Gelte dort der Mindestlohn, würden dort auch andere arbeitsrechtliche Regelungen greifen, erklärte die VdK-Präsidentin. Diese könnten dazu führen, dass die Betroffenen etwa später bei der Rente schlechter gestellt seien als heute. "Statt Werkstätten attraktiver zu machen, sollte der Staat Inklusionsfirmen besser fördern", sagte Bentele. Sie stellten für viele Betroffene eine gute Alternative dar. Dort werde Mindestlohn oder je nach Regelung auch Tarif gezahlt. In Deutschland arbeiten 310.000 Menschen mit Behinderung in spezialisierten Werkstätten.

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1