Es gehe darum, Projekte und Firmen in allen Entwicklungsstadien "von der Idee bis zum Börsengang" zu finanzieren. Die Plattform namens TechEU soll noch in diesem Jahr starten. Sie soll bestehende EU-Förderinstrumente bündeln und Unternehmen eine zentrale Anlaufstelle bieten, um alle ihre Finanzierungsanfragen zu stellen. Die EU-Förderung werde "größer, schneller und einfacher", versprach Calviño. Die EIB werde dabei eng mit der EU-Kommission zusammenarbeiten. Auch nationale Förderbanken wie die deutsche KfW könnten sich beteiligen. Der Plan muss noch von den 27 EU-Finanzministern abgesegnet werden, die den Gouverneursrat der Bank bilden. Die EIB-Chefin stellte am Dienstag ihre Überlegungen auf dem Finanzministertreffen in Brüssel vor und hofft auf eine positive Entscheidung im Juni.
EU-Förderbank will 70 Milliarden Euro für Tech-Branche bereitstellen
Junge Leute mit ihren Smartphones (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur
Die Europäische Investitionsbank (EIB) plant eine neue Finanzplattform für die Tech-Branche. Bis Ende 2027 will die EU-Förderbank 70 Milliarden Euro für Start-ups bereitstellen.
Mit privaten Co-Investoren könnten in den kommenden drei Jahren so 250 Milliarden Euro in die europäische Tech-Branche fließen. "Wir reden über das bisher größte Finanzierungsprogramm für europäische Innovation und Technologieführerschaft", sagte die EIB-Präsidentin Nadia Calviño dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe).
