Lufthansa habe sich verzettelt, so Kühne. Zwar hält der auf vielen Positionen neu besetzte Vorstand an den Marken fest - auf einer internen Veranstaltung haben sich nach Informationen des "Handelsblatts" alle fünf Vorstände ausdrücklich zum Multi-Brand-Konzept bekannt - doch das neue Führungsgremium prüft derzeit offenbar Anpassungen. Dazu soll demnach unter anderem ein möglicher neuer Markenauftritt zählen, bei dem die übergeordnete "Lufthansa Group" eine größere Rolle spielen könnte.
Lufthansa-Airlines sollen zusammenrücken
Flugzeuge von Eurowings und Swissair (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur
Die Lufthansa reagiert auf die anhaltende Kritik von Investoren. Unter dem Projektnamen TOM - das Kürzel steht für "Target Operation Model" - lässt Dieter Vranckx, seit Sommer neu im Vorstand des Unternehmens, derzeit prüfen, inwieweit die mittlerweile elf Passagier-Airlines enger zusammenarbeiten können. Das Ziel sei, Synergien zu heben, die bisher ungenutzt seien, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eigene Informationen.
Zuletzt hatte der Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne, mit fast 20 Prozent der größte Einzelaktionär von Lufthansa, die Markenvielfalt kritisiert.
