Miersch: "Steuerprogramm der Union ist billiger Populismus"

    Matthias Miersch (Archiv) / Foto: über dts Nachrichtenagentur

    SPD-Generalsekretär Matthias Miersch spricht Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz jede Seriosität in der Steuerpolitik ab. "Das Steuerprogramm der Union ist ein Luftschloss. Freibier für alle zu fordern, das ist doch billiger Populismus", sagte Miersch dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). Die Union hat in ihrem Wahlprogramm Steuersenkungen vorgeschlagen, die laut Ökonomen zu Steuerausfällen von 90 bis 100 Milliarden Euro jährlich führen könnten.

    Kanzler Olaf Scholz nahm Miersch gegen Kritik in Schutz, er würde zu hart gegen Merz austeilen. "Wahlkampf darf auch mal zuspitzen. Und wenn der Kanzler so dermaßen unter der Gürtellinie attackiert wird wie von Merz im Bundestag vor Weihnachten, darf er auch mal deutlich werden." Scholz hatte kurz vor Weihnachten Merz im ZDF "Fritze Merz" genannt, der "Tünkram" rede. In den nächsten vier Jahren geht es laut Miersch um mehr als nur gutes Regieren. "Die nächsten vier Jahre sind eine Bewährungsfrist - nicht nur für die künftige Regierung, sondern auch für die Demokratie insgesamt", so der SPD-Politiker. "Die Herausforderungen sind groß. Aber wir müssen liefern, sodass die Extremisten niemals an die Macht kommen." Die Wahlempfehlung von Elon Musk für die AfD in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag" zeige, "wie weit rechte Netzwerke inzwischen vorgedrungen sind".

    Letzte Kommentare:

    SVZ news25adbaner

    Börse

    Der Dax ist am Donnerstag freundlich in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex mit 24.170 Punkten berechnet, ein Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Spitze der Kursliste standen Continental, Siemens und Mercedes-Benz. Am unteren Ende befanden sich die Aktien der Deutschen Telekom, von Eon und... [ Weiter... ]

    Finanzmärkte aktuell

    SVZ mod_news25adgoogle1